Jun 29

Quelle: www.tagesspiegel.de

Unlösbare Aufgaben und ständige Beobachtung – über Recruiting-Events gibt es viele Gerüchte. Die Journalistin Astrid Dörner hat ein Seminar bei Deloitte Consulting mitgemacht und die Berater gefragt, wie man punkten kann.

Ich fühle mich ein bisschen wie auf einer Abi-Fahrt: Schon zum dritten Mal schmeiße ich mich in den Sand, dem Volleyball hinterher. Mit mir spielt ein ganzes Rudel junger Leute unter der Abendsonne Mallorcas. Einige haben schon aufgescheuerte Knie, anderen sieht man an, dass sie schon lange keinen Ball mehr in der Hand hatten. „Olli, du hast den Killer-Aufschlag!“, ruft mein Nebenmann und ich klatsche zum Anfeuern in die Hände. Die, die gerade aussetzen müssen, machen Fotos, zählen die Punkte, trinken Dosenbier. Unsere weißen T-Shirts mit dem blauen Aufdruck verraten, dass wir zusammengehören.

Was auf den ersten Blick aussieht wie Urlaub, ist in Wahrheit ein BewerbungsMarathon – und das Volleyballturnier die Aufwärmübung. Das Gros der Gruppe sind Studenten, die auf dem Volleyballplatz eines mallorquinischen Luxushotels nicht nur um Punkte kämpfen, sondern auch um lukrative Arbeitsverträge bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte. Die fünf mitgereisten Unternehmensberater wollen in drei Tagen herausfinden, welche der Studenten zu ihnen passen – fachlich und auch persönlich. Dazu müssen die potenziellen Nachwuchsberater nicht nur beim Volleyballspielen, sondern auch in Einzelgesprächen, bei Fallstudien und beim Paella-Kochkurs bestehen. Doch wie fühlt es sich an, drei Tage lang unter Beobachtung zu sein? Und worauf achten die Berater? Die Journalistin Astrid Dörner hat das Recruiting-Seminar mitgemacht und danach mit den Beratern darüber gesprochen, was ihnen positiv und negativ auffällt.

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Jun 29

Quelle: www.focus.de

Auf dem Arbeitsmarkt sind die Zeiten des Fair Play endgültig vorbei, selbst Lügen sind erlaubt. Arbeitsrechtlerin Verena S. Rottmann erklärt, wie man Brüche im Lebenslauf vorteilhaft kaschiert.

In den seltensten Fällen ist ein Lebenslauf wirklich lückenlos, weil kein Lebensweg nur gradlinig verläuft. Deshalb kommt es nicht darauf an, unbedingt einen Musterlebenslauf zu präsentieren, sondern einen in sich stimmigen, der eine bestimmte Zielrichtung und positive Entwicklung erkennen lässt.

Gekonnt Lücken kaschieren

Bewerber müssen Phasen, in denen sie keinen Job hatten, im Lebenslauf nicht explizit hervorheben, sagt Rottmann. „Kleinere Zeitlücken können kaschiert werden, indem der Lebenslauf nicht tabellarisch verfasst wird, sondern thematische Schwerpunkte gebildet werden, um den Blick des Lesers auf die wesentlichen Inhalte zu lenken.“

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