Eine Grippe ist schnell auskuriert. Wer aber wegen Burn-out, Depressionen oder einer Zwangserkrankung lange außer Gefecht war, gerät bei einer Bewerbung in Erklärungsnot.
„Der berufliche Wiedereinstieg nach einer persönlichen Krise ist ein Balanceakt“, sagt die Karriereberaterin Angelika Gulder aus dem hessischen Hofheim. Zum einen sei es wichtig, einem neuen Arbeitgeber gegenüber ehrlich zu sein. Zum anderen müsse man auch damit rechnen, dass einem der Zusammenbruch als Schwäche ausgelegt werde.
Inserate in Tageszeitungen, Bahntickets für Vorstellungsreisen, Passbilder, Kopien und Gebühren für amtliche Zeugnisse - die Jobsuche kostet nicht nur Zeit. Sie belastet vor allem den ohnehin schmalen Geldbeutel.
Mit jeder Bewerbung dreht sich die Kostenspirale weiter - Betroffene sollten deshalb konsequent Erstattungsansprüche einfordern. Beteiligt sich die Agentur für Arbeit oder ein potentieller neuer Arbeitgeber nicht an den Bewerbungskosten, bleibt als dritte Möglichkeit immer noch das Finanzamt.
Immer mehr Anbieter empfehlen, dass Bewerber ein persönliches Video einschicken statt der herkömmlichen Bewerbungsmappe. Was man dabei beachten muss und ob so etwas tatsächlich bei Personalchefs ankommt, erfahren Sie hier.
Der Mann trägt eine Strumpfhose über dem Kopf und Brille, seine Mundpartie ist gepixelt. Der 25-jährige Grafikdesigner aus Hamburg spricht hastig in die Kamera: “Ich habe Mittagspause, muss aber unerkannt bleiben. (…) Also schreiben Sie mir eine E-Mail, dann sehen wir uns auch mal unvermummt.” Das ist kein Erpresservideo, sondern eine Bewerbung um eine neue Arbeitsstelle. Kurz und knackig in 19 Sekunden. Und so papiersparend!
Immer mehr solcher Videos kursieren mittlerweile im Internet, auf Jobportalen und bei YouTube. Manche leider als reine Lachnummer, andere durchaus seriös. Bewerbungsvideos entwickeln sich seit einigen Jahren vor allem in den USA zum Trend. In Deutschland wurden sie bislang vorwiegend bei Castings für TV-Shows wie “Deutschland sucht den Superstar” oder “Germany’s next Topmodel” verwendet. Bislang. Weiterlesen »
Unlösbare Aufgaben und ständige Beobachtung – über Recruiting-Events gibt es viele Gerüchte. Die Journalistin Astrid Dörner hat ein Seminar bei Deloitte Consulting mitgemacht und die Berater gefragt, wie man punkten kann.
Ich fühle mich ein bisschen wie auf einer Abi-Fahrt: Schon zum dritten Mal schmeiße ich mich in den Sand, dem Volleyball hinterher. Mit mir spielt ein ganzes Rudel junger Leute unter der Abendsonne Mallorcas. Einige haben schon aufgescheuerte Knie, anderen sieht man an, dass sie schon lange keinen Ball mehr in der Hand hatten. „Olli, du hast den Killer-Aufschlag!“, ruft mein Nebenmann und ich klatsche zum Anfeuern in die Hände. Die, die gerade aussetzen müssen, machen Fotos, zählen die Punkte, trinken Dosenbier. Unsere weißen T-Shirts mit dem blauen Aufdruck verraten, dass wir zusammengehören.
Was auf den ersten Blick aussieht wie Urlaub, ist in Wahrheit ein BewerbungsMarathon – und das Volleyballturnier die Aufwärmübung. Das Gros der Gruppe sind Studenten, die auf dem Volleyballplatz eines mallorquinischen Luxushotels nicht nur um Punkte kämpfen, sondern auch um lukrative Arbeitsverträge bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte. Die fünf mitgereisten Unternehmensberater wollen in drei Tagen herausfinden, welche der Studenten zu ihnen passen – fachlich und auch persönlich. Dazu müssen die potenziellen Nachwuchsberater nicht nur beim Volleyballspielen, sondern auch in Einzelgesprächen, bei Fallstudien und beim Paella-Kochkurs bestehen. Doch wie fühlt es sich an, drei Tage lang unter Beobachtung zu sein? Und worauf achten die Berater? Die Journalistin Astrid Dörner hat das Recruiting-Seminar mitgemacht und danach mit den Beratern darüber gesprochen, was ihnen positiv und negativ auffällt.
Auf dem Arbeitsmarkt sind die Zeiten des Fair Play endgültig vorbei, selbst Lügen sind erlaubt. Arbeitsrechtlerin Verena S. Rottmann erklärt, wie man Brüche im Lebenslauf vorteilhaft kaschiert.
In den seltensten Fällen ist ein Lebenslauf wirklich lückenlos, weil kein Lebensweg nur gradlinig verläuft. Deshalb kommt es nicht darauf an, unbedingt einen Musterlebenslauf zu präsentieren, sondern einen in sich stimmigen, der eine bestimmte Zielrichtung und positive Entwicklung erkennen lässt.
Gekonnt Lücken kaschieren
Bewerber müssen Phasen, in denen sie keinen Job hatten, im Lebenslauf nicht explizit hervorheben, sagt Rottmann. „Kleinere Zeitlücken können kaschiert werden, indem der Lebenslauf nicht tabellarisch verfasst wird, sondern thematische Schwerpunkte gebildet werden, um den Blick des Lesers auf die wesentlichen Inhalte zu lenken.“
Das Internet entwickelt sich immer mehr zum interaktiven Medium, eine Vielzahl von Diensten und Angeboten regen zum Mitmachen an. Blogs, Video- und Foto-Communities undSocial Networking-Portale-Seiten wir XING, linkedin oder studivz boomen.
Fragt man Nutzer nach den Hintergründen für die Beteiligung an diesen Diensten, erhält man vielfältige Antworten: häufig wird der thematische Austausch mit anderen angeführt, viele suchen auf diesem Weg ehemalige Freunde und Schulkameraden, nicht selten wird auch der Wunsch nach einem karrierefördernden Netzwerk laut, Kontakte sind schließlich alles!
Grundsätzlich ist gegen eine Beteiligung an diesen Diensten und Communities nichts einzuwenden, was viele Nutzer aber nicht beachten: Gerade in Bewerbungssituationen kann eine rege und allzu offene Beteiligung im Internet möglicherweise zum Verhängnis werden. Weiterlesen »
Eine gute Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmen aufzunehmen bieten sich auf den vielzähligen Job- und Bewerbermessen. Folgende Termine für 2008 sollten Sie sich vormerken.
Ein Tipp: Sie sollten bei Ihrem Messebesuch immer einige Kurzbewerbungen mitnehmen, um bei interessanten Kontakten gleich mit Ihrem Profil präsent zu sein!
Berlin (dpa/tmn) - Wenn im Karneval mit der Firma gefeiert wird, sollten einzelne nicht die Spaßbremse spielen. «Die Stirn in Falten zu legen, ist dann der falsche Ansatz», sagte Benimm-Trainer Jan Schaumann.
Auch wer kein begeisterter Karnevalist ist, sollte sich nicht komplett verweigern. Schließlich ist gerade in der «fünften Jahreszeit» weniger Distanz beim Umgang mit Kollegen gefragt: Gerade in den Karnevalshochburgen sind die sonst gültigen Regeln für das Miteinander am Arbeitsplatz zumindest teilweise außer Kraft gesetzt. Weiterlesen »
Die Bewerbung für eine Lehrstelle ist verschickt, und nach wochenlangem Warten trudelt endlich die Antwort des Unternehmens ein. Doch vor der erhofften Einladung zu einem Bewerbungsgespräch möchte die Firma ihre potenziellen neuen Auszubildenden erst einmal auf Herz und Nieren testen: Mathematik, Fremdsprachen, Allgemeinwissen, Logik – die Anforderungen sind hoch. Mit Hilfe einer Prüfung versuchen immer mehr Arbeitgeber herauszufinden, wie fit die Bewerber in den verschiedenen Gebieten sind und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.
Auf das Schulzeugnis als Grundlage für die Personalauswahl verlassen sich nach Ansicht von Marcus Schulte von der Audi-Akademie in Ingolstadt immer weniger Firmen. Der Personalberater und Buchautor, der die Audi AG bei der Auswahl der Mitarbeiter unterstützt, hält Zeugnisse nur für bedingt vergleichbar. “Die Aussagekraft hat in den letzten Jahren nachgelassen.” Oftmals seien Noten abhängig von der Sympathie der Lehrer. Deshalb stützten sich die Betriebe bei der Azubi-Wahl zunehmend auch auf die Ergebnisse eines Bewerbungstests mittels Fragebogen oder Textaufgaben.
Die Bonner Bewerbungsberatung 2befirst bietet ein spezielles Konzept zur Optimierung der Bewerbungen von älteren Arbeitnehmern (50plus) – Professionelles Vermarkten des bestehenden Erfahrungswissens steht im Vordergrund.
Ältere Arbeitnehmer gewinnen auf dem Arbeitsmarkt stärker an Bedeutung. Mittlerweile erkennen immer mehr Unternehmen den Wert des vorhandenen Erfahrungswissens aber meist werden diese Kompetenzen in den Bewerbungen nicht sichtbar. 2befirst entwickelt gemeinsam mit den Bewerbern auf der Basis einer strukturierten Analyse der eigenen Fähigkeiten ein Bewerbungskonzept (Bewerbungsunterlagen und ggf. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch), welches die wertvollen individuellen Erfahrungen und Fähigkeiten professionell in Szene setzt.
Arbeitssuchende über 50 Jahren können weniger mit jugendlicher Dynamik oder großen Karriereambitionen glänzen, sondern sollten auf gemachte Erfahrungen und erworbene Kompetenzen fokussieren. Im ersten Schritt des Bewerbungsprozesses, der schriftlichen Bewerbung, gelingt dies allerdings den Wenigsten. Die Gründe hierür sind vielfältig:
Die Bewerbungserfahrung liegt bei den meisten Arbeitssuchenden zeitlich weit zurück, alte Standards werden als noch gültig und unbedingt notwendig erachtet, eine dementsprechend gestaltete Bewerbungsmappe landet bei Personalchefs fast immer unbeachtet im „Rücksendefach“. Desweiteren ist es für die meisten Bewerber ungewohnt und unüblich, die eigenen Stärken bewusst in Augenschein zu nehmen und diese kraftvoll und werbetechnisch ansprechend schriftlich aufzubereiten.