Bewerbungen sind als Projekte zu betrachten, dies ist weitestgehend bekannt.
Dass aber auch gültige Marketinggrundlagen und -strategien maßgeblich zum Erfolg einer Bewerbung beitragen wird häufig nicht berücksichtigt. Dies bedeutet nicht, dass erfolgreiche Bewerbungen ein absolviertes Marketingstudium voraussetzen, es ist aber immer gewinnbringend über den Tellerrand zu schauen und sich Ideen und Maßnahmen aus anderen Fachbereichen zu bedienen.
Begriffe wie Networking, Social Marketing, Produktentwicklung etc. spielen im Umfeld von Bewerbungen eine immer stärkere Rolle. Der Bewerber ist Unternehmer, Marketingleiter und Produktentwickler zugleich. In den Beratungen und Trainings von 2befirst beleuchten wir diese Funktionen und die damit verbundenen Möglichkeiten, Ansätze und Maßnahmen.
Wer einen Einstieg in diese Denkweise und Strategien sucht, findet Anregungen in einem Buch von Christoph Kühnhanns:
„BeWerben ist Werben“, Die ultimativen Tipps & Tricks zu Bewerbung und Stellensuche, Econ: 2008, 12,90 Euro
Einen Artikel von Michael Schäfer zu diesem Buch lesen Sie im folgenden:
Buchtipp: Unternehmen Bewerbung
Was für Produktmanager gut ist, kann für Bewerber nicht schlecht sein. Das hat sich Christoph Kühnhanss gedacht und (Selbst-)Marketingstrategien für Jobkandidaten entwickelt.
Quelle: focus.de, Michael Schäfer
Wer sich auf dem Stellenmarkt umsieht, ist Manager eines unternehmerischen Projekts, das sich Bewerbung nennt. Kühnhanss betont: „Bewerben heißt nichts anderes, als sich selbst und seine Berufslaufbahn wie ein richtiger Unternehmer zu führen“.
Das Buch bietet auf den ersten Blick keine Überraschungen: Die Kapitel Werbung, Bewerbungen, Internet & Telefon, Stellen, Vorstellungsgespräch, Coach Yourself und Karriereplanung könnten vielen Ratgebern entstammen. Doch der Schweizer Unternehmensberater Christoph Kühnhanss reichert diese Aufteilungen durch Begriffe wie Direct Marketing, Telefonmarketing, Produktentwicklung oder Life Cycle Management an.
Understatement war gestern
Kühnhanss macht dem Leser das Thema Bewerbung augenzwinkernd und mit viel Humor schmackhaft. „Take it ernst, aber easy, Jungs und Mädels“ lautet sein Motto. Er animiert den Leser, die Werbetrommel für sich selbst zu rühren: „Lautstärke richtig voll aufdrehen. Lass krachen.“ Somit richtet sich sein Buch an Bewerber, die etwas Neues ausprobieren wollen und offen für neue Ideen sind.
Der Leser wird zum Werbe- und Verkaufsprofi in eigener Sache ausgebildet. Er lernt die Wirkungsmechanismen des Arbeitsmarktes kennen und erfährt, wie simple, aber dennoch durchschlagende Werbung funktioniert. „Man kann alles verkaufen, man muss nur wissen, wie!“, sagt Kühnhanss. Beherzigt der Bewerber dieses Motto, wird er sich seiner Vorzüge und Einmaligkeit bewusst, die es zu vermarkten gilt.
Dos und Don’ts im Überblick
Kühnhanss’ Buch unterscheidet sich in weiteren Punkten von anderen Ratgebern. Seine Sprache ist locker bis flapsig, motivierend und gelegentlich ironisch. Das nimmt seinem Leitfaden die Schwere. Die vielen Dos & Don’ts-Listen in tabellarischer Form bieten einen schnellen Überblick. So wird etwa das „Do“ „Die schlagenden Argumente, warum gerade Sie ein Volltreffer sind, genussvoll aufbereiten“ dem „Don’t“ „Das Argumente-Erfinden dem Dödel von Personalmenschen und damit dem Zufall überlassen“ gegenübergestellt.
Die Tipps, Tricks und Anwendungsbeispiele (Wie baue ich ein Netzwerk auf? Was muss ich beim Vorstellungsgespräch beachten? Wie manage ich mich selbst?) unterstreichen den Praxisbezug, der durch nützliche Links und Adressen zusätzlich gesteigert wird. Nützlich sind auch die Blicke hinter die Kulissen des Personalgeschäfts: Sie offenbaren, worauf es Personalern wirklich ankommt.
Brillante Jungs am Waldesrand
Mit Tricks aus der Psychokiste leistet der Autor dem Bewerber seelischen Beistand. Kandidaten, die vor einem Vorstellungsgespräch nervös sind, rät er, Kraft aus der Natur zu tanken: „Setzen Sie sich für 20 Minuten an den Waldrand und hören Sie den Vögeln zu – die Jungs sind brillant!“
Auch wenn „Bewerben ist Werben“ auf den ersten Blick eigenwillig erscheinen mag, erweist sich das Buch letzten Endes als sehr hilfreich. Der Autor warnt Bewerber vor typischen Fehlern und erläutert, worauf Personaler besonders achten. Der Ratgeber macht nicht nur Spaß, sondern auch fit für den Bewerbungsmarathon. Obendrein spendet er noch etwas ganz Wichtiges: Motivation und Durchhaltevermögen.
20. September 2008 um 3:09
[...] für Bewerbungen und Überlegungen zu einer möglichen Arbeitslosigkeit bei Schreibakt Für sich selbst werben- Die etwas anderen Bewerbungs Tipps im Bewerbungsblog Link zu diesem Beitrag im Finanzblog setzenWenn Ihnen dieser Beitrag geholfen hat, setzen Sie doch [...]
22. Januar 2011 um 10:30
Hammer! So eine Story hätte ich garnicht für denkbar gehalten